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Katholische Kirche St. Sebastian

In der Sebastianstraße wurde 1486 die Neustiftkapelle erbaut. Durch Blitzschlag und Krieg zerstört, wurde die Kirche 1692 neu gebaut und 1697 wieder St. Sebastian geweiht. Am westlichen Chorbogen ist der Renaissance-Grabstein der in Weiden 1590 gestorbenen Zwillingskinder des Pfalzgrafen Friedrich von Parkstein angebracht. Neben dem kunstvollen Eisengitter unter der Empore befindet sich die Kopie des 1792 gestifteten Marienbildes der Kapelle zur Heiligen Staude im Originalrahmen.

Adresse:

St. Sebastian
Sebastianstraße 24, 92637 Weiden in der Oberpfalz

Pfarramt St. Josef
Bürgermeister-Prechtl-Str. 15, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-390830

St. Elisabeth

Geschichte zur Kirche St. Elisabeth in Weiden

Vor ca. 50 Jahren wurde die Kirche St. Elisabeth am Rehbühl erbaut. Mit 7551 Katholiken ist die Pfarrei eine der großen Pfarreien von Weiden. Von ihrer Altersstruktur her gesehen zählt sie zu den „jungen“ Gemeinden. 73% aller Pfarrangehörigen sind jünger als 55 Jahre, 61% jünger als 45 und 47% jünger als 35 Jahre.

Die Kirche St. Elisabeth wurde bereits 1939 geplant, jedoch wurde durch die Nachkriegszeit der Bau um 15 Jahre verzögert; Baubeginn war im Januar 1953.

Die feierliche Grundsteinlegung fand am 13. September statt und wurde von Prälat Fleischmann geweiht. Der Stein trägt die Aufschrift „1953 Lapis Primarius“ und dazu drei Kreuze. Am 1. Oktober 1954 wird H.H Katechet Georg Eckl Pfarrprovisor von St. Elisabeth.

Die drei Glocken von St. Elisabeth (Marienglocke, St. Michael-Glocke und Johannes d.T-Glocke) werden von H.H. Konrad Müller, Stadtpfarrer von St. Josef, geweiht. Am 16./17. Oktober 1954 fand die Konsekration durch den Erzbischof Dr. Buchberger statt.

Innenraum

Nahezu 50 Meter lang und 20 Meter breit ist die Kirche St. Elisabeth. Die Hochaltarwand stammt aus der ehemaligen Klosterkirche von Gotteszell im Bayerischen Wald und wird durch die dreifigurige Kreuzigungsgruppe des Bildschnitzers Jorham aus dem Rottal geschmückt. Die Augen der Besucher werden immer wieder auf den Tabernakel gelenkt. Zum Hochaltar führen elf Stufen aus dunklem Marmor, dieser stammt aus der Stadt Carrara. Der Turm wurde im Campanile-Stil gebaut und an seiner Spitze befindet sich das sieben Meter lange Turmkreuz.

Adresse:

St. Elisabeth + Pfarramt St. Elisabeth
Rehbühlstraße 96, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-22723

St. Johannes

Geschichte von St. Johannes

Die heutige Pfarrei St. Johannes war Teil der Pfarrei Herz Jesu, als nach dem 2. Weltkrieg viele Heimatvertriebene zuwanderten. Auf Initiative des Stadtpfarrers BGR Dr. Karl Käs wurde eine Baracke zu einer schlichten Notkirche ausgebaut und am 26. Dezember 1949 geweiht.

Die Diözese beauftragte den Pfarrer Dr. Käs, einen geeigneten Bauplatz für eine neue Kirche zu suchen. Und hier überschneiden sich Kirchen- und Zeitungsgeschichte: Zu zwei bestehenden Zeitungen wollte der Verleger Dr. Hans Nickl noch eine dritte Zeitung gründen. Deshalb errichtete er in der Regensburger Straße ein Verlagsgebäude. Nach reiflichen Überlegungen einigte sich Dr. Nickl mit den bisherigen Verlegern des „Neuen Tag“ und trat als Mitherausgeber in die Geschäftsleitung ein. Das neuerbaute Verlagsgebäude war somit überflüssig und wurde folglich zur zukünftigen Pfarrkirche St. Johannes umgebaut.

Mit dem Umbau wurde der Münchner Regierungsbaumeisterspezialist Friedrich Haindl beauftragt. Wäre die Kirche von Anfang an als Kirche gebaut worden, sähe sie vermutlich jetzt anders aus, aber Herr Haindl hat hervorragende Arbeit geleistet. Die Zwischendecken mussten teilweise herausgesägt werden, 2/3 der Fenster im Erdgeschoss wurden zugemauert. Zur Stabilisierung der Seitenwände baute man zur Mitte vorspringende Querwände, die wiederum durch Rundbögen durchbrochen wurden. Dass anfangs der 50er Jahre die Mittel sehr knapp waren, zeigt auch noch der einfache Fliesenboden.

 Am 18. Oktober 1953 wurde die Kirche durch Erzbischof Dr. Michael Buchberger geweiht.

Die Außenansicht

Hier fällt zunächst der breite Glockenturm auf. Dieser enthält fünf Glocken, die von Georg Hofweber in Regensburg gegossen wurden:

Die Christkönigsglocke – Festglocke, die im Jahre 1967 von der Pfarrgemeinde St. Johannes gestiftet wurde.

Die Marienglocke – Gebetsglocke, die 1957 von der Pfarrei Beidl gestiftet wurde.

Die Johannesglocke – Messglocke, die 1954 ebenfalls von der Pfarrgemeinde St. Johannes gestiftet wurde.

Die Schutzengelglocke – Taufglocke, die 1953 von Dr. Hans Nickl gestiftet wurde.

Die Josefsglocke – Sterbeglocke, die 1957 vom Kirchbauverein St. Johannes gestiftet wurde.

An der Stirnseite hängt ein Mosaikkreuz, das von dem Weidener Grafiker und Kunstmaler Franz Friedrich entworfen und gefertigt wurde. Über der Eingangstür hängt ein Bild des Kirchenpatrons, des Apostels und Evangelisten Johannes. Er hält in der rechten Hand eine Schreibfeder, mit der linken Hand deutet er auf das von ihm geschriebene Evangelium. Auf seiner Schulter sitzt sein Symboltier, der Adler.

Der Altarraum

Im Zentrum der Kirche steht das Altarbild, das von dem Kunstmaler Kittsteiner aus München gemalt wurde. Es stellt den wiederkehrenden Christus dar, der auf einem Regenbogen sitzt und seine durchbohrten Hände dem Kirchenbesucher entgegenstreckt. Links sieht man einen Engel, der mit seiner linken Hand auf Christus hindeutet. Rechts sieht man den heiligen Johannes. Im Mittelpunkt des Presbyteriums steht der Altar.

Die Orgel

Die Orgel wurde im Jahre 1955/1956 von Orgelbaumeister Hirnschrodt aus Regensburg gebaut. Sie besitzt drei Manuale, 26 klingende Register, einen fahrbaren Orgeltisch und insgesamt 1.956 Orgelpfeifen.

Im Jahre 1997 wurde die Kirchorgel durch die Regensburger Orgelbaufirma Heribert Heick generalisiert.

Adresse:

St. Johannes + Pfarramt St. Johannes
Regensburger Straße 79, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-42100

 

St Konard

Zur Geschichte

Am 14.05.1936 wurde in der Sitzung der kath. Kirchenverwaltung St. Josef der Bau der St. Konradkirche einstimmig beschlossen, sodass am 22.06.1936 der erste Spatenstich durch H.H. Geistl. Rat Fleischmann erfolgen konnte.
Nur etwas mehr als ein Jahr nahm der Bau in Anspruch. Am 05.07.1937 wurde die Bruder Konrad-Kirche durch Bischof Dr. Michael Buchberger eingeweiht und mit Wirkung vom 01.04.1950 zur eigenständigen Pfarrei erhoben, da man zuvor der Stadtpfarrei St. Josef angehörte.

Die Glocken

Die St. Konrad Kirche ist bekannt für ihre vier gewaltigen Glocken (Gesamtgewicht: 1760kg) in den Tonlagen fis’, a’, h’ und cis’, welche im Oktober 1936 vor ihrer Montage durch H.H. Geistl. Rat Franz Xaver Fleischmann geweiht wurden. Die Anbringung übernahm die Firma Humpert in Person von Bernhard Frigger mit Beihilfe von Arbeitern des Zimmermeisters M. Riedelbauers und der Baufirma Striegl. Am 05.11.1936 konnten das Probeläuten und die Übernahme erfolgen. In Betrieb genommen wurde die Anlage am 11.04. 1937.

Das Besondere an den Glocken ist Ihre metallische Zusammensetzung, die nicht – wie üblich – aus Kupfer und  Zinn besteht. Anstatt des Zinns verwendete der Glockengießer ein anderes Zusatzmetall, dessen Name bis heute als Geheimnis gehütet wird.

Fakten zu den verschiedenen Glocken

Die große Bruder Konradglocke ist 14,8 Zentner schwer und misst am  Schlagring 1,11 Meter. Sie wurde von der Pfarrgemeinde St. Josef gestiftet.  Am Glockenmantel steht folgende Nachschrift: SIT REGI CHRISTO, DIE SEMPER LAUS IN ORE MEO 8 - "Dem Gottkönig Christus sei immer Lob in meinem Munde".  

Die zweitgrößte Glocke im Gewicht von 9,2 Zentner hat einen Schlagringdurchmesser von 0,94 Meter. Sie wurde von Herrn Stadtpfarrer Fleischmann gestiftet. Die Inschrift lautet: SANKTE FRATER CONRADE AD DEUM PRO NOBIS VADE (Heiliger Bruder Konrad gehe (bitte) für uns zu Gott).  

Die dritte Glocke ist 6,4 Zentner schwer und misst 0,83 Meter am Schlagring. Sie wurde von dem kath. Männerverein Weiden gestiftet. Die Inschrift ist folgende: VIRGO CLEMENS VIRGO PIA DUC NOS IN SECURA VITA (Oh gütige Jungfrau, milde Jungfrau, führe uns auf den sicheren Weg). 

Die kleinste Glocke hat ein Gewicht von 4,8 Zentner und einen Schlagringdurchmesser von 0,74 Meter. Sie wurde von Margarete Bayer gestiftet und trägt die Inschrift: ST. JOSEF FAMILIARUM COLUMEN CUSTODIAT FAMILIAS NOSTRAS (Heiliger Josef, du Schutzherr der Familien, beschütze unsere Familien!)

Hochaltar und Seitenaltäre

Oskar Schweigart gestaltete die Figurengruppe links und rechts neben dem Kreuz. Links sehen Sie eine Familie, die von Bruder Konrad (rechts stehend) durch eine Geste auf den am Kreuz hängenden Erlöser hingewiesen wird. Das Kreuz mit Christuskörper wurde in den Lang`schen Werkstätten geschnitzt (Höhe 4,10 m; Querbalken 3,40 m).

Die plastischen Schriftblöcke enthalten folgende Inschrift: BEI DER UNVERDOSSEN IN DER REDE KLUG VERSCHLOSSEN HILFSBEREIT FÜR ALLE ARMEN GEGEN FREMDE VOLL ERBARMEN

Der steinige Hochaltar enthält die Reliquien der hl. Märtyrer Constantius, Jucundinus, Vincentia, Calestina und Julia.

Für einen der beiden Seitenaltäre, die J. Gerngras gestaltete, war von Anfang an ein Christopherusaltar gedacht, um diesem Heiligen nach der Entfernung des Christopherusbildes am Rebühl in unserer Stadt ein Wahrzeichen zu geben. Daraus entwickelte sich ein 14 Nothelferaltar mit einem hervortretendem Hl. Christopherus als den Symbolheiligen unserer Zeit. Der zweite Seitenaltar sollte ein Familienaltar werden mit besonderer Betonung des Hl. Josef, dem Patron der Mutterpfarrei.

Adresse:

St. Konrad
Hammerweg 62, 92637 Weiden in der Oberpfalz

Pfarramt St. Konrad
Hammerweg 60, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-32130

Herz-Jesu-Kirche

Der Innenraum

Das Motiv der Staffelhalle der Michaelskirche, griff der Architekt Otho Orlando Kurz in der 1932-1935 erbauten Kirche Herz Jesu auf. Der Innenraum mit seiner Kassettendecke ist kubisch und kantig, wie es den Vorstellungen der Zeit entsprach. Die Mittelschiffpfeiler sind mit gelbem Juramarmor verkleidet. Der erhöhte Chor, dessen Wände Goldmosaike überziehen, zeigt das monumentale Bild des gekreuzigten Christkönigs mit Maria und Johannes. Die bunten Glasfenster in den Seitenschiffen stellen die sieben Werke der Barmherzigkeit den sieben Sakramenten gegenüber. Der Bildhauer Mauritus Pfeiffer schuf 1936 die Figuren der Seitenaltäre.

Adresse:

Herz Jesu Kirche
Frauenrichter Straße 11, 92637 Weiden in der Oberpfalz

Pfarramt Herz Jesu
Lerchenfeldstraße 7, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-24707

Kirche Maria Waldrast

Die Kirche Maria Waldrast steht im Pressather Wald in Weiden und wurde am 16.10.1966 eingeweiht. Das Gotteshaus ist an seiner Außenfassade mit Naturstein gebaut und sieht somit nicht wie eine gewöhnliche Kirche aus. Der sehr großzügige Innenraum wirkt hell und lädt zum Besuch eines Gottesdienstes ein. Maria Waldrast besticht durch viele schöne Elemente und ist im Vergleich zu anderen Weidener Kirchen sehr modern.

Adresse:

Kirche Maria Waldrast + Pfarramt Maria Waldrast
Zur Waldrast 1, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-23820

St. Dionysius

Zur Geschichte

Vor über 100 Jahren ist die Kirche St. Dionysius erbaut worden und steht im Ortsteil Neunkirchen. Die dazugehörige Pfarrei besteht seit dem hohen Mittelalter. Die prunkvolle Kanzel sticht jedem Besucher sofort ins Auge, durch den Architekten Schott, welcher die Detailzeichnungen gefertigt hat, wurde der Hochaltar 1913 fertiggestellt. Aufgrund des Ersten Weltkrieges erfolgte die Weihe erst im Jahr 1932.

Simultaneum in St. Dionysius

Im Jahr 1663 wurde das Simultaneum in Sankt Dionysius eingeführt und wurde erst durch den Neubau der katholischen Kirche aufgelöst. Unter Simultaneum versteht man die gemeinsame Nutzung kirchlicher Einrichtungen durch Protestanten und Katholiken.

Pfalzgraf Christian August von Sulzbach verordnete dies im Jahre 1652. Die Kirche kann heute noch entlang des Simultankirchen-Radweges erkundet und angefahren werden.

Adresse:

St. Dionysius (OT Neunkirchen)
Bürgermeister-Bärnklau-Straße 12, 92637 Weiden in der Oberpfalz

Pfarramt St. Dionysius (OT Neunkirchen)
Bürgermeister-Bärnklau-Straße 16, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-22782

St. Marien

Lage

Die katholische Pfarrkirche St. Marien befindet sich im Ortsteil Rothenstadt. Ihren schlanken Kirchenturm (38 Meter) sieht man schon von weitem von der A93 aus. Der Kirchenbau ist in einfachen, neugotischen Formen gehalten.

Innenraum

Der Aufbau des hellen, klaren Raumes ist durch die Form der Neugotik geprägt. Diese Stilrichtung nahm die formalen und dekorativen Elemente der gotischen Formensprache des Mittelalters wieder auf. Der Beginn liegt Ende des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert erreicht die Stilrichtung ihre Hochphase. Der Innenraum der Kirche ist zwischen 1895 und 1905 ausgestaltet worden. Bemerkenswert sind die wertvollen Buntglasfenster im Nazarenstil (Nazaren: 1809 in Wien gegründeter Künstlerbund).

Hochaltar

Die Bildhauer Würf und Pongratz aus Amberg gestalteten ihn im neugotischen Stil. Man sieht Maria mit dem Jesuskind. Maria trägt eine Krone und hält ein Zepter. Ihre Würde bezieht sich ganz auf ihren Sohn, der die Weltkugel in den Händen hält.  

Kurze Geschichte zur Pfarrei in Rothenstadt

Seit 1326 gibt es die Pfarrei Rothenstadt schon, die damals zum Dekanat Altendorf bei Nabburg gehörte. Schon vor dem 13. Jahrhundert wurde die Kirche, die dem hl. Bartholomäus geweiht ist, erbaut.

1522 erreichte die Reformationsbewegung Weiden und 1540 wandte sich der damalige Pfarrer der Lehre Luthers zu. Auch die 200 – 300 Einwohner Rothenstadts mussten den Protestantismus annehmen und Anfang des 17. Jahrhunderts je nach Glaubensrichtung mehrmals die Konfession wechseln. Schließlich bildete sich eine katholische und evangelische Gemeinde.

Nach dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde in Rothenstadt das „Simultaneum“ eingeführt. Das heißt, alle kirchlichen und schulischen Angelegenheiten mussten gleichheitlich von den katholischen und evangelischen Christen geregelt werden. Auch der Friedhof wurde in zwei Hälften geteilt.

Die dadurch fortwährenden Probleme wurden Ende des 19. Jahrhunderts noch stärker. Mit Beginn der Industrialisierung siedelten sich viele kath. Arbeiter mit ihren Familien an und der Platz für die Kirchenbesucher reichte nicht mehr aus. Zudem wollte man bayernweit die seit 240 Jahren geltenden Simultaneums Bestimmung abschaffen.

Links neben Maria steht der Apostel Bartholomäus. Er ist der Patron der alten Pfarrkirche Rothenstadts, die heute der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus dient. Bartholomäus gehört zu den zwölf Aposteln Jesu. Das Buch in seinen Händen weist ihn als Apostel aus, der Dolch deutet seinen Tod  an.

Rechts neben der Gottesmutter ist der hl. Maximilian. Er lebte im 3. Jahrhundert und predigte in Südbayern, Österreich und Ungarn. 284 starb er den Märtyrertod. Er ist der Namenspatron von Pfarrer Maximilian Reger, der diese Kirche mit erbaut hat.

Im Zentrum des Hochaltars befindet sich der Tabernakel, ein Schränkchen, in dem das Allerheiligste – Jesus in der Gestalt des Brotes – aufbewahrt wird. An den Türen des Tabernakels sind die griechischen Buchstaben alpha und omega zu sehen.

Der 29-jährige kath. Pfarrer Max Reger war erst zwei Wochen in Rothenstadt, als er im April 1892 die Gemeinde für den Neubau einer kath. Kirche zu begeistern suchte. Damals wohnten in Rothenstadt 403 Katholiken. Daher erschien das Vorhaben zwecks der Simultaneums Vorschriften aussichtslos.

Bau der katholischen Kirche

Max Reger fand einen Weg. Der Pfarrer und die kath. Gemeinde konnten sich jedoch auf Baron Eduard, Wilhelm und Camillus Freiherr von Sazenhofen verlassen.

Schließlich war es möglich, dass Pfarrer Reger am 15. Mai 1893 mit dem Baumeister Franz Gerner aus Regensburg einen Bauvertrag abschließen konnte.

Im Kirchenbau Bayerns ist der neugotische Baustil sehr selten. Am 23. Mai 1893 konnte schließlich im Süden des Ortes mit dem Bau begonnen werden. Durch viele Spenden wurde der Rohbau der Kirche zum Herbst 1894 fertig gestellt. In das Eigentum der kath. Pfarrgemeinde ist die „Liebfrauenkirche“, genauer gesagt die Mariä Mutterschaft, am 22. Oktober 1894 notariell übergegangen. Nun begann man mit der Einrichtung der Kirche.

Die Segnung nahm am Sonntag, 11. November 1894, H.H Abt Benedikt Braunmüller O.S.B. aus dem Kloster Metten vor. Die feierliche Einweihung geschah erst am 19. Juli 1905 durch den H.H Weihbischof von Regensburg Sigismund Felix Freiherr, dem späteren Bischof von Passau.

Adresse:

St. Marien + Pfarramt St. Marien (OT Rothenstadt)
Kirchenstraße 40, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-44416

St. Bartholomäus in Rothenstadt

Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Bartholomäus

Schon im ältesten Pfarrverzeichnis für die Oberpfalz aus dem Jahr 1326 wird die Pfarrei Rothenstadt aufgeführt. Bereits vor dem 13. Jahrhundert wurde die Kirche gebaut, die dem hl. Bartholomäus geweiht ist.

Aufgrund der Reformationsbewegung, die 1522 Weiden erreichte, wandte sich der damalige Pfarrer 1540 den Lehren Luthers zu. Auf Befehl des Landesherren mussten auch die Einwohner zum Protestantismus wechseln.  Anfang des 17. Jahrhunderts kam es mehrmals zum Wandel; je nach Glaubensrichtung der Obrigkeit.

Simultaneum in St. Bartholomäus

Nach dem 30-jährigen Krieg von 1618 - 1648 wurde das "Simultaneum" eingeführt. Simultaneum bezeichnet die gemeinsame Nutzung der kirchlichen Einrichtungen durch Protestanten und Katholiken. Für die Kirche in Rothenstadt wurden strenge Benutzungszeiten gültig und selbst der Friedhof rund um die Kirche wurde streng geteilt.

Erst durch den Neubau der katholischen Kirche im Jahr 1910 kam es zur Auflösung des Simultaneums. St. Bartholomäus ist heute im Besitz der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rothenstadt.

Pfalzgraf Christian August von Sulzbach verordnete dies im Jahre 1652. Die Kirche kann heute noch entlang des Simultankirchen-Radweges erkundet und angefahren werden.

Adresse:

St. Bartholomäus (OT Rothenstadt)
Kirchenstraße 13, 92637 Weiden in der Oberpfalz

Pfarramt St. Bartholomäus (OT Rothenstadt)
Kirchenstraße 33, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-43472

St. Markus

Die evangelische Kirche St. Markus wurde am 22. Oktober 1961 durch den Oberkirchenrat Koller geweiht und vom Architekten Reinhold Riemerschmid entworfen. Am Bau der Kirche beteiligten sich der Weidener Architekt Zitzmann, Baumeister Keller und seine Helfer.

Das Altarbild stammt vom Münchener Maler Distler. Gezeigt wird das Geheimnis von tiefster und menschlicher Schuld und versöhnender göttlicher Gnade im Symbol des Kreuzes mit der Dornenkrone, auf das von oben das Licht herabströme, die Macht und Gewalt des Kreuzes, an dem niemand vorbeigehen, sondern an dem jeder sich entscheiden müsse.

Adresse:

St. Markus + Pfarramt St. Markus
Beethovenstraße 5, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-32143