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Kultur-Perle im Oberpfälzer Wald

Der Imagefilm von Weiden i.d.OPf. gibt Ihnen einen ersten Eindruck der Stadt.

Heid Feiern Mir - Blue Haze & Friends

Ein musikalisches Projekt von Günter Hagn und Blue Haze mit vielen regionalen Bands, als Demonstration für die vielseitige und musikalische Kulturlandschaft in Weiden und Umgebung.

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Lage

Die katholische Pfarrkirche St. Marien befindet sich im Ortsteil Rothenstadt. Ihren schlanken Kirchenturm (38 Meter) sieht man schon von weitem von der A93 aus. Der Kirchenbau ist in einfachen, neugotischen Formen gehalten.

Innenraum

Der Aufbau des hellen, klaren Raumes ist durch die Form der Neugotik geprägt. Diese Stilrichtung nahm die formalen und dekorativen Elemente der gotischen Formensprache des Mittelalters wieder auf. Der Beginn liegt Ende des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert erreicht die Stilrichtung ihre Hochphase. Der Innenraum der Kirche ist zwischen 1895 und 1905 ausgestaltet worden. Bemerkenswert sind die wertvollen Buntglasfenster im Nazarenstil (Nazaren: 1809 in Wien gegründeter Künstlerbund).

Hochaltar

Die Bildhauer Würf und Pongratz aus Amberg gestalteten ihn im neugotischen Stil. Man sieht Maria mit dem Jesuskind. Maria trägt eine Krone und hält ein Zepter. Ihre Würde bezieht sich ganz auf ihren Sohn, der die Weltkugel in den Händen hält.  

Links neben Maria steht der Apostel Bartholomäus. Er ist der Patron der alten Pfarrkirche Rothenstadts, die heute der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus dient. Bartholomäus gehört zu den zwölf Aposteln Jesu. Das Buch in seinen Händen weist ihn als Apostel aus, der Dolch deutet seinen Tod  an.

Rechts neben der Gottesmutter ist der hl. Maximilian. Er lebte im 3. Jahrhundert und predigte in Südbayern, Österreich und Ungarn. 284 starb er den Märtyrertod. Er ist der Namenspatron von Pfarrer Maximilian Reger, der diese Kirche mit erbaut hat.

Im Zentrum des Hochaltars befindet sich der Tabernakel, ein Schränkchen, in dem das Allerheiligste – Jesus in der Gestalt des Brotes – aufbewahrt wird. An den Türen des Tabernakels sind die griechischen Buchstaben alpha und omega zu sehen.

Kurze Geschichte zur Pfarrei Rothenstadt

Seit 1326 gibt es die Pfarrei Rothenstadt schon, die damals zum Dekanat Altendorf bei Nabburg gehörte. Schon vor dem 13. Jahrhundert wurde die Kirche, die dem hl. Bartholomäus geweiht ist, erbaut.

1522 erreichte die Reformationsbewegung Weiden und 1540 wandte sich der damalige Pfarrer der Lehre Luthers zu. Auch die 200 – 300 Einwohner Rothenstadts mussten den Protestantismus annehmen und Anfang des 17. Jahrhunderts je nach Glaubensrichtung mehrmals die Konfession wechseln. Schließlich bildete sich eine katholische und evangelische Gemeinde.

Nach dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde in Rothenstadt das „Simultaneum“ eingeführt. Das heißt, alle kirchlichen und schulischen Angelegenheiten mussten gleichheitlich von den katholischen und evangelischen Christen geregelt werden. Auch der Friedhof wurde in zwei Hälften geteilt.

Die dadurch fortwährenden Probleme wurden Ende des 19. Jahrhunderts noch stärker. Mit Beginn der Industrialisierung siedelten sich viele kath. Arbeiter mit ihren Familien an und der Platz für die Kirchenbesucher reichte nicht mehr aus. Zudem wollte man bayernweit die seit 240 Jahren geltenden Simultaneums Bestimmung abschaffen.

Bau der katholischen Kirche

Der 29-jährige kath. Pfarrer Max Reger war erst zwei Wochen in Rothenstadt, als er im April 1892 die Gemeinde für den Neubau einer kath. Kirche zu begeistern suchte. Damals wohnten in Rothenstadt 403 Katholiken. Daher erschien das Vorhaben zwecks der Simultaneums Vorschriften aussichtslos.

Max Reger fand einen Weg. Der Pfarrer und die kath. Gemeinde konnten sich jedoch auf Baron Eduard, Wilhelm und Camillus Freiherr von Sazenhofen verlassen.

Schließlich war es möglich, dass Pfarrer Reger am 15. Mai 1893 mit dem Baumeister Franz Gerner aus Regensburg einen Bauvertrag abschließen konnte.

Im Kirchenbau Bayerns ist der neugotische Baustil sehr selten. Am 23. Mai 1893 konnte schließlich im Süden des Ortes mit dem Bau begonnen werden. Durch viele Spenden wurde der Rohbau der Kirche zum Herbst 1894 fertig gestellt. In das Eigentum der kath. Pfarrgemeinde ist die „Liebfrauenkirche“, genauer gesagt die Mariä Mutterschaft, am 22. Oktober 1894 notariell übergegangen. Nun begann man mit der Einrichtung der Kirche.

Die Segnung nahm am Sonntag, 11. November 1894, H.H Abt Benedikt Braunmüller O.S.B. aus dem Kloster Metten vor. Die feierliche Einweihung geschah erst am 19. Juli 1905 durch den H.H Weihbischof von Regensburg Sigismund Felix Freiherr, dem späteren Bischof von Passau.

Adresse St. Marien und Pfarramt

St. Marien + Pfarramt St. Marien (OT Rothenstadt)
Kirchenstraße 40, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Tel.: 0961-44416